17. Juni Münsterplatz: Kundgebung gegen 50 Jahre israelische Besatzung!

Im Juni 1967 eroberte Israel die Westbank, Ost-Jerusalem, den Gazastreifen und die syrischen Golan­höhen und kontrolliert diese Gebiete völkerrechtswidrig bis heute. Als Folge wurden 300.000 Palästinenser zu Flüchtlingen, nachdem durch den Krieg 1948/49 (Nakba) schon 750.000 Palästinenser vertrieben worden waren.

Kundgebung gegen 50 Jahre Besatzung in Bonn

Der Widerstand der palästinen­sischen Bevölkerung gegen diese Besatzung mündete 1987 in die Erste Intifada, die durch die Oslo­-Verträge 1993-95 beendet wurde. Den Palästinen­sern in der Westbank wurden kleine Inseln der Selbstverwalt­ung gewährt, die sogenan­nten A- und B-Zonen, während die C-Zone, die ca. 60 % der Westbank ausmacht, völlig in israelischer Hand blieb. Ein eigener palästinensischer Staat wurde verweigert.

Zerstört sind die Hoffnungen der Palästinenser auf ein menschenwürdiges Leben und Frieden: Eine riesige Sperrmauer trennt Bauern von ihren Äckern, israelische Siedler rauben sich das fremde Land, unzählige Militärkontrollposten behindern die Mobilität der Bevölkerung, wirtschaftliche  Aktivitäten werden erstickt, die Zerstörung von Häusern gehört ebenso zum Strafinstrument israelischer Besatzung wie nächtliches brutales Eindringen in die Wohnungen. Mehr als 600.000 jüdische Siedler leben mittlerweile in der Westbank und Ost-Jerusalem.

Während die internationale Gemeinschaft weiterhin die sog. Zweistaatenlösung hochhält, wird ange­sichts der Anzahl der Siedlungen von israelischen und palästinensichen Friedensaktivisten zunehmend eine Lösung mit gleichen Rechten für alle Bewohner in einem säkularen Staat diskutiert.

Deutschland und die EU haben gemeinsam mit den USA eine große Verantwortung für eine friedliche Zukunft der Menschen in der Nahost-Region, der sie nicht gerecht werden. Israel als Besatzungsmacht muss international gedrängt werden, das Recht des palästinensischen Volkes auf Selbstbestimmung anzu­erkennen und die Bestimmungen des Völkerrechts anzuerkennen.

  • Beendigung der Besatzung und Abriss der Mauer!
  • Vollständige Gleichberechtigung der arabisch-palästinensischen BürgerInnen Israels!
  • Unterstützung des Rechts der palästinensischen Flüchtlinge auf Rückkehr zu ihren Wohnstätten und ihrem Besitz, wie in der UN-Resolution 194 von 1948 festgelegt!

Kundgebung auf dem Münsterplatz:

Samstag, 17. Juni 2017 um 14 Uhr

Gastbeitrag einer Vertreterin der „Jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost“.

Veranstalter: Palästinensische Gemeinde Bonn, BDS-Gruppe Bonn, Institut für Palästinakunde Bonn und Deutsch-Palästinensische Gesellschaft NRW-Süd

Palästinensische Gemeinde Bonn

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