Palästina – Vertreibung, Krieg, Besatzung – Vortrag/Lesung mit Annette Groth

Eine interessante Veranstaltung des Instituts für Palästinakunde am Sonntag, 4. Februar, 15 Uhr im Migrapolis, Brüdergasse 16-18, 53111 Bonn! Eintritt frei!

Votrag von Annette Groth am 4. Februar um 15 Uhr im Migrapolis

„Am Sonntag, dem 4. Februar 2018 ist es wieder soweit, das ‚Café Palestine Bonn‘ öffnet im MIGRApolis-Haus der Vielfalt Bonn in der Brüdergasse 16-18 ab 15:00 Uhr seine Pforten.

Unser diesmaliger Gast ist Entwicklungssoziologin und ehemalige Bundestagsabgeordnete Annette Groth mit den Schwerpunkten Nahost- und Migrationspolitik, die von 2009 bis 2017 menschenrechtspolitische Sprecherin der Fraktion der Linkspartei war. Auch ausserhalb des parlamentarischen Betriebs hat sie sich für die Beendigung der Belagerung Gazas und der Besetzung des Westjordanlands eingesetzt.

Beginnend mit der israelischen Staatsgründung 1948 – und fortgesetzt mit der israelischen Eroberung Gazas, des Westjordanlands und Ost-Jerusalems im Jahr 1967 – sind die Palästinenserinnen und Palästinenser Ziel vielfältiger Formen der Unterdrückung – von Entrechtung, Beraubung und Vertreibung – geworden.

Im Rahmen der Veranstaltung werden die altbekannten Instrumente der Unterdrückung erörtert werden: der Siedlungsbau, die Landenteignungen, die Einschränkung der Bewegungsfreiheit durch Checkpoints und die Mauer und die Militär-Justiz.

Eingegangen wird auch auf die Lage in Gaza – sowie auf die allerneueste Entwicklung im Gefolge des Versuchs der Trump-Administration, den Palästinensern mit saudischer Unterstützung eine Bantustan-Lösung aufzuzwingen.

Ein weiteres Thema werden die laufenden Angriffe rechter und nationalistischer Organisationen auf das progressive Lager in Israel und in Deutschland sein, dessen Vertreter von den Angreifern als Verräter oder Antisemiten stigmatisiert werden.

Nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa laufen zur Zeit Kampagnen gegen Veranstaltungen, Publikationen und Personen, die es wagen israelische Menschen- und Völkerrechtsverstöße öffentlich zu machen. Die unablässige Wiederholung des Antisemitismusvorwurfs – der sogenannte ‚Kampf gegen jeden Antisemitismus‘ – dient dabei zur Legitimierung der Forderung nach der Abschaffung der Versammlungs- und Informationsfreiheit. (siehe: Meinungsfreiheit bedroht? – Die Gefährdung der Meinungsfreiheit in Deutschland durch die Kampagnen der sogenannten „Freunde Israels“)

Annette Groth hält an der Legitimität des zivilen Widerstands gegen die Verletzung von Völkerrecht und Menschenrechten fest – und fordert zur Versachlichung der emotional aufgeladenen Debatte auf, die gerade in Deutschland oft ohne Faktenkenntnis geführt wird.

Im Rahmen der Veranstaltung wird Annette Groth den bei Papyrossa neu erschienen Sammelband Palästina – Vertreibung, Krieg und Besatzung – Wie der Konflikt die Demokratie untergräbt vorstellen, an dem sie als Herausgeberin beteiligt ist – und zu dem sie zwei Beiträge beigesteuert hat. Interessenten können den Band nach der Vorstellung und der sich anschliessenden Fragerunde von signieren lassen.

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