Aktionstag für eine Welt ohne Mauern am 9. November 2018

Call for the Global Day of InterAction for #WorldwithoutWalls – November 9 2018

„Nachdem 2017 die gemeinsamen Kämpfe für eine #WorldwithoutWalls so großen Anklang gefunden haben, erneuern wir in diesem Jahr unseren Aufruf zur InterAction am 9. November 2018. Das mörderische israelische Vorgehen gegenüber palästinensischen Demonstrant*innen, die sich am 30. März gewaltfrei zur militarisierten Absperrung begaben und dort beteten, ist eine deutliche Mahnung, dass dringend gehandelt werden muss. Diese Absperrung ist Teil der Mauerstruktur, durch die seit über einem Jahrzehnt die brutale Belagerung des besetzten Gazastreifens aufrechterhalten wird.

Wir wollen weiterhin unsere Kämpfe und Erfahrungen zusammenführen, die Politik herausfordern, durch die unsere Kämpfe für Gerechtigkeit durch Mauern gegeneinander abgeschottet werden. Wir wollen die Architektur der Straflosigkeit einreißen, die Konzerne schützt, indem sie es ihnen ermöglicht oder erleichtert, von der Konstruktion immer höherer sichtbarer und unsichtbarer Mauern der Ungerechtigkeit zu profitieren.

Von der israelischen Apartheid-Mauer auf palästinensischem Land bis zur US-amerikanischen Mauer der Schande an der Grenze zu Mexiko und auf dem Land der dortigen eingeborenen Bevölkerung – zerreißen heute annähernd 70 Mauern in allen Kontinenten das Leben und das Land von Menschen, indem sie häufig einseitig definierte Grenzen oder Einschränkungen durch staatliche Kontrolle festschreiben. Es sind Monumente der Vertreibung, der Ausgrenzung, der Unterdrückung, der Diskriminierung und der Ausbeutung. (…)

“Mauern sind nicht nur entstanden, um die Kontrolle von Staatsgrenzen zu verstärken, sondern auch um die Grenzen zwischen den Reichen, den Mächtigen, den Sozialverträglichen und den “Anderen” abzustecken.”

Der Aufruf zu einer #WorldwithoutWalls, der im vergangenen Jahr von über 54 palästinensischen und 39 mexikanischen Netzwerken und Bewegungen initiiert wurde, hat sich zu einem globalen Impuls entwickelt, durch den inspirierende Vielfalt zusammengeführt und die Konvergenz und Vernetzung unserer Kämpfe aufgezeigt wird. Über 370 Bewegungen von allen Kontinenten, Menschen, die von Mauern betroffen sind, und Menschen, die sich für Gerechtigkeit, Freiheit und Gleichheit einsetzen, haben für den weltweiten Aktionstag für eine Welt ohne Mauern (#WorldwithoutWalls)  mobilisiert, organisiert, haben demonstriert, gebrandmarkt,  gelernt und Strategien entworfen.

Wir erneuern den Aufruf zu einem globalen Tag der Interaktion für eine #Welt ohne Mauern, 9. November 2018, um:

  • unsere Kämpfe und Erfahrungen zusammenzuführen
  • die Politik, die Mauern gegen unsere Kämpfe für Gerechtigkeit errichtet, herauszufordern
  • die Architektur der Straflosigkeit zu einzureißen, die Unternehmen abschirmt, um Konstruktion und Wachstum von sichtbaren und unsichtbaren Mauern der Ungerechtigkeit zu ermöglichen, zu erleichtern und davon zu profitieren.

Mauern und Anti-Migrationspolitiken nehmen mit einem globalen rechtsgerichteten, fremdenfeindlichen Trend zu, der die Menschen spaltet und Macht schützt. Unsere Städte sind immer stärker militarisiert, ganze Gemeinden ghettoisiert und ausgeschlossen, während indigene und ländliche Gemeinschaften gegen die zunehmende Übernahme durch Unternehmen kämpfen, die sie von Ressourcen, Land und Lebensgrundlagen abschneiden.

Unsere Kämpfe sind von größter Dringlichkeit und  werden entschlossener denn je geführt. Ungezählte Kämpfe von Bauern und Bäuerinnen, Arbeiter*innen, Frauen, Bewegungen, die gegen Diskriminierung, Repression und Militarisierung sowie für soziale, ökologische und politische Gerechtigkeit kämpfen, arbeiten unermüdlich daran, eine #WeltohneMauern / #WorldwithoutWalls aufzubauen.

2018,  das 70. Jahr der NAKBA – der kontinuierlichen Vertreibung und Enteignung des palästinensischen Volkes –  begann in Palästina mit verstärkten Protesten der Bevölkerung gegen die illegale israelische Mauer, mit mehr militärischer Repression und weltweit mehr BDS-Kampagnen gegen die israelische Apartheid.

Bei den Vereinten Nationen hat die Zivilgesellschaft den Druck auf einen Verbindlichen Vertrag aufrechterhalten, um die Unternehmensarchitektur der Straflosigkeit – eine allumfassende Mauer gegen Gerechtigkeit – zu beenden. Bewegungen werden sich weiterhin dafür einsetzen, dass Unternehmen vor Ort und bei den Vereinten Nationen zur Rechenschaft gezogen werden.

Weltweit kämpfen Migrant*innen und Geflüchtete um ihr Leben und ihre Rechte. Die Menschen fordern Gerechtigkeit.

Wir sind viele, wir sind überall und wir bauen jeden Tag eine #WorldwithoutWalls“

Übersetzung: Redaktion BDS-Kampagne.de

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