Das Iran- und Hisbollah-Phantom – Wie eine geheimdienstliche Intrige Israels und der USA die Außenpolitik Lateinamerikas vergiftet

Auch Lateinamerika bleibt von den Anriffen der Israel-Lobby nicht verschont.

Frederico Füllgraf auf Nachdenkseiten

Teil 1: Donald Trumps Exhumierung einer 26-jährigen Verschwörungstheorie
Nach der Ermordung General Qassem Suleimanis durch eine US-amerikanische Drohne und dem iranischen Vergeltungsschlag, beides im Irak, suggerieren die Haltungen der Administrationen Donald Trump und Hassan Rohani eine vorläufige Deeskalierung des Konflikts. Von Frederico Füllgraf.

Der Eindruck täuscht, auf jeden Fall seitens der USA. Die Trump-Administration zauberte in den vergangenen Wochen mit der buchstäblichen Exhumierung einer sechsundzwanzig Jahre alten Verschwörungstheorie im Handumdrehen einen neuen potenziellen Kriegsschauplatz aus dem Hut; diesmal in Lateinamerika.

Demnach bedrohe der Iran, insbesondere jedoch die von ihm unterstützte libanesische Partei und schiitische Miliz Hisbollah, die Sicherheit Lateinamerikas. Dies Behauptung stellte US-Außenminister Mike Pompeo am 20. Januar als Antwort auf eine Frage des kolumbianischen Radiosenders La W auf, wie verlässlich die Beobachtungen der Hisbollah in Venezuela durch den amerikanischen Geheimdienst seien. Als lärmende Bühne zur Wiederinszenierung der Iran/Hisbollah-Legende hatte Pompeo Ende Januar einen einwöchigen, sogenannten “Hemispherischen Anti-Terrorismus-Gipfel“ in die kolumbianische Hauptstadt Bogotá einberufen und eine europaweite Offensive zum Verbot von Hisbollah gestartet, die seit 1995 auf einer US-Schwarzliste als „terroristische Vereinigung“ geführt wird.

Der hartnäckige Druck des US State Departments mit dem Ziel der Kriminalisierung der libanesischen Partei und Miliz wird seit Jahren ausgeübt, hat jedoch seine Wiege in Israel. Die Offensive zeigte allerdings Wirkung, kurz vor und nach Pompeos Ansturm.

Das eingestimmte lateinamerikanische „Orchester“

Im August 2019 folgte Paraguay dem US-Exempel und stufte nicht allein Hisbollah, sondern auch die palästinensische Partei und sunnitische Widerstandsorganisation Hamas als „terroristisch“ ein. Dem wollte das brasilianische Bolsonaro-Regime nicht nachstehen und erklärte Ende des gleichen Monats, auch in Brasilien erwäge man diese politische Klassifizierung. Doch der rechtsextreme Präsident legte noch einen drauf und behauptete, die einheimische, der Arbeiterpartei (PT) nahestehende Bewegung der Landlosen (MST) sei das Gleiche wie Hisbollah und Hamas, weil „die Typen hier auf dem Land Terrorismus betreiben“.

Auf dem Anti-Terrorismus-Gipfel im Januar 2020 erhob nun Kolumbiens ultrarechter Präsident Iván Duque den Zeigefinger und richtete ihn nach Osten. In Venezuela seien Zellen der „libanesischen Terroristengruppe Hisbollah“ tätig. Duque „garantierte“, dass sie „vom Regime Nicolás Maduros“ unterstützt würden.

Bereits eineinhalb Monate zuvor hatte jedoch Julio Borges – sogenannter „Außenminister“ des selbsternannten „Präsidenten Venezuelas“ Juan Guaidó – mit einem Tweet signalisiert, aus welcher genauen Richtung der wiedergekäute Anti-Hisbollah-Sturm wehte. „Vor dem israelischen Premierminister @netanyahu prangern wir Maduros Verbindungen zu terroristischen Gruppen wie der Hisbollah und die Bedrohung an, die seine Diktatur und Kuba für den Frieden und die Sicherheit der Hemisphäre darstellen“, erklärte Borges in Tel Aviv.

Als dissonante Geigen im von Israel und den USA eingestimmten lateinamerikanischen Orchester wirkten allerdings Argentiniens frischgewählter Präsident Alberto Fernández und seine Ministerin für Innere Sicherheit, die Anthropologin Sabina Frederic. Die scharfe Abgrenzung der Ministerin wurde in Tel Aviv und Washington wie ein Schlag ins Gesicht empfunden. „Mit dem Terrorismus laden wir uns ein Problem auf den Hals, das wir nicht haben. Das war eine Forderung der USA an die Regierung (Macri). Terrorismus ist ein Problem der NATO, aber nicht unseres“, erklärte Frederic.

Fernández hatte bereits kurz nach seiner Wahl in einem als „freundlich“ bewerteten Gespräch mit dem israelischen Botschafter in Argentinien signalisiert, er werde das von seinem Vorgänger Mauricio Macri erst im Juli 2019 auf Bitten Donald Trumps verabschiedete Dekret zur Terrorismus-Einstufung der Hisbollah annullieren.

Wird auch Heiko Maas sich dem Ansturm beugen?

Der sozialdemokratische Bundesaußenminister Heiko Maas fühlte sich ebenfalls von der israelisch-US-amerikanischen Kampagne angesprochen und verkündete ein Durchgreifen. Der politische Druck begann im deutschen Bundestag im letzten Quartal 2019.

Nach US-amerikanischen Angaben, die angeblich mit der Iran- und Hisbollah-Politik Deutschlands vertraut sind, lehne die Regierung Angela Merkel die Verbots-Forderung der USA ab, da die libanesische Partei und Miliz „Teil der israelisch-palästinensischen Friedensgespräche ist“; eine Anerkennung, die frontal von Israel und der Trump-Administration zurückgewiesen wird.

Das vollständige Verbot der Hisbollah – also auch ihres sogenannten „politischen Arms“, da die Organisation niemals militärische Operationen auf deutschem Boden ausübte – ist nach Angaben der israelischen Tageszeitung Haaretz ein eindeutiges Druckmittel Israels und der USA, die beide die Einschätzung ablehnen, wonach der politische und der militärische Flügel der libanesischen Partei getrennte Einheiten seien. Der Druck erhielt selbstverständlich militanten Kampagnen-Charakter mit der publizistischen Aktivität der Israel-Lobby – wie dem in Wien ansässigen „unabhängigen Think Tank“ Mena-Watch – die die deutsche Regierung mit der Forderung nötigte: „Wird die Hisbollah in Deutschland endlich verboten?

Israels Demütigung im Libanon, Irans und Hisbollahs erfolgreicher Kampf gegen den „Islamischen Staat“

Im Rückspiegel der Nachrichtenflut und der Mutmaßungen betrachtet, ist der sechsundzwanzig Jahre alten Doppel-Fabulierung Iran/Hisbollah ein israelisches Palästina-Konstrukt aus dem Jahr 1982 zu entnehmen. In der Zwischenzeit wurde es jedoch von der rechtsradikalen Machtgruppe in Tel Aviv im Bündnis mit sämtlichen US-Regierungen – ob demokratisch oder republikanisch – als Legende weltweit exportiert.

Zwei getrennte Szenarien bilden den Hintergrund der Iran/Hisbollah-Verbohrtheit. Das erste von ihnen war die Geburt und der unerwartete Gegenschlag der Hisbollah während der Invasion Libanons durch Israel. Wie bekannt leitete die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) Anfang der 1980er Jahre den Widerstand von ihrem Exil im Süden Libanons aus und feuerte von dort Katyusha-Raketen in den Norden Israels ab. Als Reaktion darauf marschierte Israel in den Libanon ein, um die PLO zu vertreiben. Das war die Geburtsstunde der Hisbollah als bewaffnete Organisation, jedoch kaum ohne militärische und finanzielle Unterstützung durch den Iran, der damals bis zu 2.000 Soldaten der iranischen Revolutionsgarde in den Libanon entsandte.

Die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Israel und dem libanesischen Widerstand dauerten jedenfalls achtzehn lange und blutige Jahre, bis zum Anbruch des neuen Millenniums. Mit dem baldigen Zusammenbruch der christlich-libanesischen und Israel-freundlichen Miliz ESL und dem raschen Vormarsch der Hisbollah zog sich Israel gemäß der Resolution 425 des UN-Sicherheitsrates am 24. Mai 2000, sechs Wochen vor dem ausgehandelten Ultimatum vom 7. Juli, zurück. Hisbollah feierte den Rückzug mit einer Siegesparade und wird seitdem von der Mehrheit der Libanesen als verlässlichste militärische Streitkraft mit nicht zu unterschätzender Popularität angesehen.

Der Aufstieg der Hisbollah bedeutete jedoch gleichzeitig die zunehmende Zurückdrängung sunnitischer, pro-saudi-arabischer und Israel-freundlicher Kräfte, bei wachsendem Einfluss der von Irans Ayatollahs geförderten schiitischen Gemeinschaft. Die Popularität der Hisbollah war von Anbeginn ihrem sozialpolitischen Engagement zu verdanken. Ihr umfangreiches soziales Entwicklungsprogramm ist hinlänglich bekannt, es umfasst den städtischen Wiederaufbau des zerstörten Libanons, den Betrieb von Krankenhäusern, Schulen und Medien, die finanzielle Förderung von Kleinbauern und der landwirtschaftlichen Produktion sowie die finanzielle Unterstützung der Hinterbliebenen gefallener Hisbollah-Soldaten. Taten, die wiederholt von den Vereinten Nationen und vor knapp fünfzehn Jahren selbst von konservativen US-Sendern wie CNN mit Lobesworten wie „Hisbollah hat alles getan, was eine Regierung tun sollte“ anerkannt wurde.

Zur israelisch-US-amerikanischen Demut paarte sich spätestens 2018 das weltweit offene Geheimnis, dass im Krieg gegen die fundamentalistischen Terrorverbände von ISIS und AlQaeda die Russland-Syrien-Iran-Irak-Koalition – in Boden-Boden-Konfrontationen insbesondere die Truppen Irans und der Hisbollah – weitaus effektiver und erfolgreicher kämpften als die des westlichen Militärbündnisses der USA und der NATO. In keinem Fall wollten Israel und die USA den damit verbundenen, neuen Einfluss des Iran und der Hisbollah hinnehmen.

Doch wieder auf die Jahrtausendwende zurückblickend, muss ein anderes Szenario angedeutet werden, nämlich Argentinien und das Grenzdreieck mit Brasilien und Paraguay.

Das hollywoodsche Grenzdreieck: der Terroranschlag von 1994 in Buenos Aires und die Hisbollah-Iran-Fixierung

Die Legende, der Iran und die Hisbollah betrieben Terrorakte rund um die Welt, erfuhr ihre Geburtsstunde im Anschluss an das Attentat vom 18. Juli 1994 auf die Argentinisch-Israelische Vereinigung für Gegenseitigkeit (AMIA), bei dem 85 Menschen getötet und weitere 300 verletzt wurden. Unmittelbar danach behaupteten Agenten des argentinischen Geheimdienstes SIDE und des israelischen Mossad, die Attentäter seien Iraner sowie am Grenzdreieck rekrutierte Hisbollah-Kämpfer gewesen.

Die ein Vierteljahrhundert danach stur wiederholte Erfindung gipfelte gar in der lächerlichen, wenn nicht gar infamen Behauptung, die shiitische Partei und Miliz „arbeite mit dem international organisierten Verbrechen zusammen, gehöre zur Narkoszene und erziele Milliarden US-Dollar Gewinne mit dem Drogenschmuggel in die USA“. Alles von Venezuela oder dem im Süden gelegenen Grenzdreieck aus gesteuert. Die Anschuldigungen seien unfair, beruhten nicht auf Tatsachen und entbehrten jeder Grundlage. Hisbollah gehorche einem eindeutigen religiösen und moralischen Prinzip, das den Drogenhandel verbiete, erklärte der Parteivorsitzende Hassan Nasrallah in einer Fernsehansprache.

Der wiederholten Zurückweisung zum Trotz leben die Vorwürfe jedoch mithilfe geheimdienstlicher Umtriebe und ausgesuchter Medien weiter. Seit 1994 tummeln sich jedenfalls der israelische Geheimdienst Mossad, mehrere US-amerikanische Spionage-Verbände und selbst das dem US-Justizministerium unterstellte FBI am Grenzdreieck mit den aus aller Welt besuchten Wasserfällen des Iguaçu. Dass das umfangreiche humanitäre Netzwerk der Hisbollah nicht nur von wohlhabenden libanesischen Unternehmern, sondern von tausenden einfachen Libanesen am Grenzdreieck Argentinien-Brasilien-Paraguay mit Spenden über den internationalen Zahlungsverkehr finanziert wurde, war für den Mossad und die US-Spionage der „Beweis“, die libanesische Diaspora in Südamerika sei von Hisbollah unterwandert und finanziere den „Terrorismus“.

In einem 17 Seiten langen Interview für den Journalisten Bob Fernandes erzählte Carlos Costa – ehemaliger FBI-Chef an der US-Botschaft in Brasilia – bereits im Jahr 2004 von der Unterwanderung und dem buchstäblichen Kauf der brasilianischen Bundespolizei (PF) durch das FBI. Die Reportage erschien in der Wochenzeitschrift Carta Capital und trug den explosiven Titel „Die USA haben (den Regierungspalast) Alvorada angezapft“.

Costa, der inzwischen eine Brasilianerin geheiratet hatte und um sein Leben bangte, nahm jedoch kein Blatt vor den Mund. Als erstes rechnete er mit der George-Bush-Administration ab. „Bush und Blair wollten Krieg … Ich habe nie ein Geheimdokument gelesen, das auf die Existenz von Massenvernichtungswaffen im Irak hinweist. Was ich las, behauptete das Gegenteil … Rumsfeld traf Saddam am 20. Dezember ’82, wir beschafften ihm (Saddam) die Techniken von Anthrax“. Den baffen Interviewer und die Leser überraschend berichtete er nun mit Blick auf Brasilien, „Ihre Bundespolizei gehört uns, hat jahrelang für uns gearbeitet … und wurde für ein paar Millionen Dollar gekauft“.

Auf den Vorwurf Israels und der USA angesprochen, das Grenzdreieck sei eine Drehbühne des „Hisbollah-Terrorismus“, erklärte Costa, die Unterstellung sei reine „Besessenheit”: „Für sich genommen ist das ein Ort, an dem zwar gesetzwidrige Handlungen stattfinden. Doch Terroristen wurden nie aufgedeckt, und wir haben viel nachgeforscht, auch weil Brasilien uns gefragt hat: ´Wissen Sie, wo die Terroristen sind?´ Was hier gespielt wird, ist viel Rhetorik …“. Um diese Rhetorik aufrechtzuerhalten, gäbe es US-Programme zur Beeinflussung von Presse und Medien allgemein. Und was wäre das für ein „Einfluss”, wollte Fernandes wissen. „Was auch immer nötig ist. Jedenfalls eine öffentliche Meinung zu unseren Gunsten“, antwortete der Ex-FBI-Chef.

Was ist an dem Vorwurf dran, Leute vom Grenzdreieck überweisen Geld an die Hisbollah, bohrte Reporter Fernandes nach. „Sicher gibt es die, aber die Hisbollah ist eine legale politische Partei mit einem bewaffneten, ´terroristischen´ Arm. Nun, auch in Detroit, in New York, haben wir amerikanische Staatsbürger, die Geld an die Hisbollah, an Waisenhäuser und Krankenhäuser senden …“, rapportierte Costa mit der Erhellung des eigentlichen Zusammenhangs: „Das Ziel war klar“. Die USA nutzten im Vakuum des 11. Septembers die Gelegenheit, um den Aufbau eines breiten Bündnisses von Geheimdiensten im südlichen Kegel (Südamerikas) zu forcieren.

Seitdem überwacht auch das US-amerikanische FBI Moscheen, Scheichs und muslimische Führer in Brasilien. „Aber ich verweigerte diese Überwachung“, seufzte der FBI-Dissident, der auch vor den brasilianischen Senat geladen wurde. Das war zu Beginn des ersten Präsidentschaftsmandats von Luis Inácio Lula da Silva. Dessen damaliger Justizminister Tomás Bastos zuckte gleichgültig mit den Schultern. Dem fahrlässig ignorierten Schlangenei entsprang zehn Jahre später „Unternehmen Waschanlage“ unter Führung von Lulas Scharfrichter, dem vom Dept. of Justice und dem FBI ausgebildeten und amtierenden Justizminister Jair Bolsonaros, Sérgio Moro.

Vom Propaganda-Film zum Narko-Schinken

Seit sechsundzwanzig Jahren beschwören die Geheimdienste Israels und der USA ein Phantom, das realiter nicht zu beweisen war, doch dann zur drehbuchreifen Filmlegende taugte. Die Obsession Tel Avivs und des Weißen Hauses schreckte selbst vor promisken Involvierungen von Hollywood-Produzenten nicht zurück, die sich zu einem Spielfilm über den „Terrorismus am Grenzdreieck“ überreden ließen. Das Thema sollte „Öffentlichkeit“ herstellen und begann im Jahr 2010 mit Kathryn Bigelow, Regisseurin des Bin-Laden-Film-Showdowns Zero Dark Thirty und einem 80-Millionen-Dollar-Budget.

Die Produktionsfirma Paramount wollte Hollywood-Star Will Smith in der Hauptrolle, doch der passte Bigelow nicht. Sie verhandelte mit Tom Hanks und Johnny Depp, unterbrach das Projekt, nahm es wieder auf, dachte nun an Sean Penn, Javier Bardem und Christian Bale als Protagonisten und unterbrach das Projekt ein zweites Mal wegen einem Afghanistan-Kriegs-Sujet.

Inzwischen rebellierten Bewohner Brasiliens, Argentiniens und Paraguays samt ihren Regierungen gegen die geplanten Drehorte am Grenzdreieck. „Ich habe mit dem argentinischen und dem brasilianischen Tourismusminister gesprochen. Wir sind alle empört. Sie haben das Grenzdreieck im Auge und wollen uns zu den Bösewichten der Welt machen”, empörte sich Liz Cramer, Paraguays Ministerin für Tourismus, bereits in einem Interview vom Mai 2010. Die drei Regierungen beschlossen, für das Hollywood-Propagandastück keinen Finger krumm zu machen. Das Projekt kam ins Schleudern.

Fünf Jahre vergingen und man schrieb nun 2015. Die Produzenten hatten die dem Pentagon und der CIA nahestehende und schillernde Bigelow satt und ließen das Projekt platzen. Netflix rettete die Überreste aus der Asche und beauftragte Regisseur J. C. Chandor mit der Aufgabe, aus dem Film einen Phönix zu zaubern. War zunächst Ben Affleck als Hauptdarsteller im Gespräch, traute dieser dem Drehbuch nicht und sagte ab. Chandor musste sich mit Darstellern der zweiten und dritten Garnitur zufriedengeben und inszenierte das Drehbuch Mark Boals zu einem der lächerlichsten Narko-Schinken in der Geschichte des Action-Kinos: Triple Frontier (Trailer).

Der Plot: Ein angeheuertes Söldner-Kommando der DEA – die vom CIA kaum zu unterscheidende Drogenbekämpfungs-Agentur der USA – überfällt das Haus eines Narko-Chefs in Kolumbien und stiehlt 250 Millionen Dollar. „Triple Frontier von dem begabten Regisseur J. C. Chandor ist ein Reinfall … – die Netflix-Produktion „geht im Dschungel verloren“, lautete der Verriss selbst der konservativen Wochenzeitschrift The Atlantic.

Die Terrorismus-Legende gegen den Iran und Hisbollah wird selbstverständlich diesseits der Leinwand weitergesponnen.

Titelbild: Gabriele Pedrini/shutterstock.com


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